Historie der Mariazellerbahn

Tradition auf Schienen: Die Historie unserer Bahn. Seit über einem Jahrhundert verbindet die Mariazellerbahn die Landeshauptstadt St. Pölten mit dem malerischen Pielachtal und dem Mariazellerland. Werfen Sie einen Blick auf die bewegte Geschichte dieser einzigartigen Schmalspurbahn – alle Meilensteine in unserer Timeline! 👇

1858

Erste bahnbrechende Projektideen für den Bau einer Eisenbahnverbindung durch das Voralpenland entstehen.

1896 – 1898

Der Startschuss für die Pielachtalbahn: Nach zweijähriger Bauzeit wird der erste Streckenabschnitt bis Kirchberg an der Pielach unter der Leitung von Ing. Josef Fogowitz feierlich eröffnet.

Exkurs: Orientierung auf Schiene

Die historischen Kilometersteine („StP / K / M“): Die charakteristischen Stein-Kilometersteine entlang der Trasse stehen für die historischen Bauetappen der Schmalspurbahn. Sie markieren die Entfernung von der Landeshauptstadt StP (St. Pölten), Kirchberg (erste Ausbaustufe Richtung Mariazell) und Mank (Erste Ausbaustufe der "Krumpe").

1903 – 1907

Vom Tal ins Gebirge: Der Landtag beschließt den Ausbau bis Mariazell. 1905 wird Laubenbachmühle erreicht, 1906 der gewaltige Gösingtunnel (2.369 m) durchstoßen und 1907 die vollständige Bergstrecke (samt Verlängerung bis Gußwerk) freigegeben.

1908 – 1910

Inbetriebnahme der legendären Dampflok Mh.6 (1908), die bis heute Eisenbahnherzen höherschlagen lässt. 1910 reist sogar Kaiser Franz Joseph persönlich mit der Bahn ins Pielachtal.

1911

Pioniergeist der Moderne: Unter Eduard Engelmann wird die Mariazellerbahn als erste Gebirgsbahn weltweit voll elektrifiziert – betrieben mit Rekord-Technik (6.500 Volt, 25 Hertz) und den ikonischen Elektroloks der Reihe 1099.

1922 – 1923

Übernahme durch die Staatsbahn: Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs geht der Betrieb von den NÖ Landeseisenbahnen an die Bundesbahnen Österreichs (BBÖ, spätere ÖBB) über.

1958

Start der Diesellok-Ära: Zur Entlastung des Güterverkehrs und als schienenfreundliche Verstärkung werden die bewährten Diesellokomotiven der Reihe 2095 in Dienst gestellt.

1988

Struktureller Wandel: Der Schmalspur-Güterverkehr wird eingestellt. Gleichzeitig endet der Betrieb auf dem südlichen Teilstück von Mariazell nach Gußwerk.

2007

100 Jahre Bergstrecke: Großes Centarium mit internationalen Eisenbahnfreunden, Sonderfahrten und Würdigung der technischen Pionierleistung im Pielachtal.

2010 – 2013

Neue Ära unter den Niederösterreich Bahnen: Übernahme durch die NÖVOG (Dezember 2010), Einführung der hochmodernen Garnituren „Himmelstreppe“ sowie Errichtung des architektonisch prämierten Betriebszentrums Laubenbachmühle.

2014 – 2024

Kontinuierliche Modernisierung: Einführung der Panoramawagen der 1. Klasse, Ausweitung des Halbstundentakts ins Pielachtal sowie der umfassende Umbau des Bahnhofs Mariazell unterstreichen die hohe Qualität der Bahn.

Oktober 2025

Der schönste Platz Österreichs: Bei der ORF-Zuschauerwahl „9 Plätze – 9 Schätze“ holt die Mariazellerbahn den Gesamtsieg und wird zum schönsten Platz des Landes gekürt.

NÖ-steierische Alpenbahn Partie bei Bhf Schwarzenbach historische Postkarte aus ca. 1907
Alte Postkarte von der "Nö-steirischen Alpenbahn" bei Schwarzenbach ca. 1907