Historie der Mariazellerbahn
Tradition auf Schienen: Die Historie unserer Bahn. Seit über einem Jahrhundert verbindet die Mariazellerbahn die Landeshauptstadt St. Pölten mit dem malerischen Pielachtal und dem Mariazellerland. Werfen Sie einen Blick auf die bewegte Geschichte dieser einzigartigen Schmalspurbahn – alle Meilensteine in unserer Timeline! 👇
Erste bahnbrechende Projektideen für den Bau einer Eisenbahnverbindung durch das Voralpenland entstehen.
Der Startschuss für die Pielachtalbahn: Nach zweijähriger Bauzeit wird der erste Streckenabschnitt bis Kirchberg an der Pielach unter der Leitung von Ing. Josef Fogowitz feierlich eröffnet.
Die historischen Kilometersteine („StP / K / M“): Die charakteristischen Stein-Kilometersteine entlang der Trasse stehen für die historischen Bauetappen der Schmalspurbahn. Sie markieren die Entfernung von der Landeshauptstadt StP (St. Pölten), Kirchberg (erste Ausbaustufe Richtung Mariazell) und Mank (Erste Ausbaustufe der "Krumpe").
Vom Tal ins Gebirge: Der Landtag beschließt den Ausbau bis Mariazell. 1905 wird Laubenbachmühle erreicht, 1906 der gewaltige Gösingtunnel (2.369 m) durchstoßen und 1907 die vollständige Bergstrecke (samt Verlängerung bis Gußwerk) freigegeben.
Inbetriebnahme der legendären Dampflok Mh.6 (1908), die bis heute Eisenbahnherzen höherschlagen lässt. 1910 reist sogar Kaiser Franz Joseph persönlich mit der Bahn ins Pielachtal.
Pioniergeist der Moderne: Unter Eduard Engelmann wird die Mariazellerbahn als erste Gebirgsbahn weltweit voll elektrifiziert – betrieben mit Rekord-Technik (6.500 Volt, 25 Hertz) und den ikonischen Elektroloks der Reihe 1099.
Übernahme durch die Staatsbahn: Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs geht der Betrieb von den NÖ Landeseisenbahnen an die Bundesbahnen Österreichs (BBÖ, spätere ÖBB) über.
Start der Diesellok-Ära: Zur Entlastung des Güterverkehrs und als schienenfreundliche Verstärkung werden die bewährten Diesellokomotiven der Reihe 2095 in Dienst gestellt.
Struktureller Wandel: Der Schmalspur-Güterverkehr wird eingestellt. Gleichzeitig endet der Betrieb auf dem südlichen Teilstück von Mariazell nach Gußwerk.
100 Jahre Bergstrecke: Großes Centarium mit internationalen Eisenbahnfreunden, Sonderfahrten und Würdigung der technischen Pionierleistung im Pielachtal.
Neue Ära unter den Niederösterreich Bahnen: Übernahme durch die NÖVOG (Dezember 2010), Einführung der hochmodernen Garnituren „Himmelstreppe“ sowie Errichtung des architektonisch prämierten Betriebszentrums Laubenbachmühle.
Kontinuierliche Modernisierung: Einführung der Panoramawagen der 1. Klasse, Ausweitung des Halbstundentakts ins Pielachtal sowie der umfassende Umbau des Bahnhofs Mariazell unterstreichen die hohe Qualität der Bahn.
Der schönste Platz Österreichs: Bei der ORF-Zuschauerwahl „9 Plätze – 9 Schätze“ holt die Mariazellerbahn den Gesamtsieg und wird zum schönsten Platz des Landes gekürt.