Mariazellerbahn

Die Elektromobilitätsachse des Dirndltals: Von der Landeshauptstadt St. Pölten durchs malerische Dirndltal und den berüchtigten Naturpark Ötscher-Tormäuer – bis nach Mariazell. Mit der wohl schönsten Schmalburbahn Österreichs.

Die Erlebnisbahn mit reichhaltiger Geschichte

Entdecken Sie die Mariazellerbahn im Dirndltal: Von der historischen Schmalspurbahn zur modernen Himmelstreppe. Ihre nachhaltige „Wanderbahn“ von St. Pölten bis Mariazell. Vom sanften Hügelland in die wilde Ötscher-Region Was diese historische Schmalspurbahn so einzigartig macht, ist ihre landschaftliche Vielfalt.

Stellenwert der Bahn

Die Schmalspurbahn ist die Elektro-Mobilitätsachse des Tals! Die jährlich steigenden Fahrgastzahlen bestätigen die Wichtigkeit der Bahn.

Die Mariazellerbahn hat einen sehr hohen Stellenwert. Sie ist die wichtige Elektromobilitäts-Achse des Tales. Diese Bahn verbindet die Region mit der Landeshauptstadt St. Pölten sowie mit Mariazell.

Die goldene Bahn schlängelt sich durch die malerische Landschaft, umgeben von üppigen Wäldern und majestätischen Bergen. Hier, wo die Natur in voller Pracht erblüht, erleben Besucher die Ruhe und Schönheit des Ötscherblicks. Ein unvergessliches Abenteuer erwartet alle, die die frische Bergluft und die atemberaubenden Ausblicke genießen möchten.
© Mostviertel Tourismus, weinfranz.at

Die Wanderbahn

Warum wird die Mariazellerbahn immer wieder als "Wanderbahn" bezeichnet?

Die Anreise zu einer Wanderung entlang der Mariazellerbahn ist bequem und stressfrei. Wenn Sie durch die Ötschergräben wandern (Erlaufklause nach Wienerbruck), brauchen Sie die Bahn als Shuttle. Auch ist die Mariazellerbahn ganz wichtig für Wanderungen im Naturpark. 

Junges Wanderer-Paar steigt in die Himmelstreppe ein
© NB / weinfranz.at

Vom Tal zu den Ötschergräben – Routenempfehlung:

Eine bewährte Wanderroute samt Anreise mit der Mariazellerbahn ist beispielsweise diese:

Doch auch im Rahmen der Talstrecke gibt es tolle Möglichkeiten in den Orten des Pielachtals – jeweils direkt vom jeweiligen Bahnhof erreichbar. Hier nur einige beliebte Destinationen zum Wandern:

Streckenportrait · Mariazellerbahn

Highlights entlang der Strecke

Die Mariazellerbahn führt von St. Pölten durchs Pielachtal bis nach Mariazell. Talstrecke und Bergstrecke bilden zusammen eine der landschaftlich eindrucksvollsten Schmalspurbahnen Europas.

Abschnitt

Talstrecke: St. Pölten – Laubenbachmühle

Die Talstrecke führt von der Landeshauptstadt St. Pölten durch das malerische Dirndltal bis nach Laubenbachmühle. Die Region ist geprägt durch die Pielach und die sanft-hügelige Landschaft der Voralpen. Dirndlsträucher säumen die Strecke, Kunstbahnhöfe und Nostalgie-Heizhäuser erzählen von der reichen Bahngeschichte.

01

St. Pölten

Ausgangspunkt der Mariazellerbahn. Landeshauptstadt mit Barock-, Jugendstil- und zeitgenössischer Architektur.

02

St. Pölten Alpenbahnhof

Infocenter der NÖ Bahnen, Eisenbahn-Werkstätte und betrieblicher Knotenpunkt.

03

Ober-Grafendorf

Nostalgie-Heizhaus mit der legendären Dampflok Mh.6 (Baujahr 1908). World of Styx mit Naturkosmetik und Bahnhofsbräu am Bahnhof.

04

Kunstbahnhof Klangen

Kunstbahnhof mit Galerie, Kunstwerkstätte und Skulpturenpark. Startpunkt für den Pielachtal-Radweg.

05

Weinburg

Eines der modernsten therapeutischen Kletterzentren Österreichs, wenige Gehminuten vom Bahnhof.

06

Hofstetten-Grünau

Bahnhofsmuseum der Heimatforschung Hofstetten-Grünau mit regionaler Geschichte.

07

Rabenstein an der Pielach

Westerndorf „Greenhorn Hill“ und Ruine Rabenstein, die Taufkirche von Kardinal König.

08 55 m zum Steinschalerhof

Steinschal-Tradigist

Haltestelle direkt am Naturhotel Steinschalerhof (55 m Gehweg). Steinschaler Gärten mit nachhaltiger Bio-Küche.

09

Kirchberg an der Pielach

Modellbahnmuseum Mariazellerbahn am Bahnhof. Kirchberger Dirndlrunde und Skywalk. 1. Pielachtaler Dirndlmanufaktur FuXsteiner.

10

Loich

Anbindung an den Pielachtal-Radweg Richtung Ober-Grafendorf.

11

Schwarzenbach an der Pielach

Am Pielachtaler Pilgerweg nach Mariazell. Hölzerne Kirche, Pielachursprung und Wanderrouten.

12 4km ins Steinschaler Dörfl

Frankenfels

Nixhöhle, Taubenbachklamm, Bergbauernmuseum Hausstein und Naturhotel Steinschaler Dörfl.

Abschnitt 2

Bergstrecke: Laubenbachmühle – Mariazell

Die Bergstrecke überwindet rund 600 Höhenmeter von Laubenbachmühle bis zum Wallfahrtsort Mariazell in der Steiermark. Der landschaftlich eindrucksvollste Abschnitt mit 16 Tunnels, 9 Viadukten und 7 Brücken. Vielfach erblickt man den Ötscher, den höchsten Berg der Region. Die Ötschergräben werden als „Grand Canyon Österreichs“ bezeichnet.

01

Laubenbachmühle

Herzstück der Mariazellerbahn: Betriebszentrum mit Bahnhof, Werkstätte, Tourismusportal und Bistroshop mit regionalen Schmankerln.

02

Winterbach

Hotel Winterbach mit der bekannten Winterbach-Torte, als Gag serviert mit der Serviereisenbahn.

03

Puchenstuben

Planetenweg und Naturparkzentrum Ötscher-Basis. Shuttlebus der Gemeinde verfügbar.

04

Gösing

Perfekter Startpunkt für Wanderungen im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Einer der schönsten Ötscherblicke der Region.

05

Annaberg-Reith

Ideal für Wanderungen auf der Via Sacra und in die Hinteren Tormäuer.

06

Wienerbruck-Josefsberg

Naturparkzentrum Ötscher-Basis mit Restaurant und Shop. Wanderungen durch die Ötschergräben zum Lassingfall.

07

Erlaufklause

Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Ötschergräben nach Wienerbruck.

08

Mitterbach / Gemeindealpe

Gemeindealpe Mitterbach (1.626 m) mit zwei Sesselbahnen, Panoramablick, Mountaincarts im Sommer und Skigebiet im Winter.

09

Mariazell

Wallfahrtsort mit Basilika, Erlaufsee, Bürgeralpe mit Erlebniswelt Holzknechtland und Museumstramway.

Historisches

Die Mariazellerbahn ist die älteste elektrische Schmalspurbahn der Welt. Seit 1911/12 fährt sie mit Strom – ursprünglich aus den Ötschergräben.

Der Vorläufer der Mariazellerbahn, die Pielachtalbahn, wurde bereits 1898 festlich eröffnet. Das Festessen war im heutigen GH zur Post in Kirchberg. Einige sonstige Meilensteine:

  • 1905/1906: Aufnahme des Fahrbetriebs zunächst bis Laubenbachmühle, dann bis Mariazell.
  • 1922: Übernahme durch die BBÖ (heutige ÖBB) von den NÖLB.
  • 1959: Modernisierung der Garnituren, die dann noch bis 2013 im Einsatz waren.
  • 2011: Spatenstich für das neue Betriebszentrum Laubenbachmühle. 
  • seit 2013: sukzessive Modernisierung der Infrastruktur entlang der Bahnstrecke

Jahrzehntelang liefterte das Kraftwerk Stierwaschboden die elektrische Energie für den Bahnbetrieb. Die einphasige Wechselspannung von 6,5 kV und 25 Hz ist bis heute eine Besonderheit. Mittlerweile speist dieses Kraftwerk in das Netz der EVN ein und die Bahn hat einige Entnahmepunkte entlang der Strecke (z.B. Klangen). 

Historischer Fahrschein der NÖ Landesbahnen ca. aus 1920
Historische Jahreskarte der NÖ Landesbahnen von Herrn Johann Schnabl aus dem Jahr 1920 (Quelle: Steinschaler Wiki)

Berg- und Talstrecke

Die beiden Streckenabschnitte der Mariazellerbahn.

Von St. Pölten bis zum Betriebsbhf. Laubenbachmühle geht die Talstrecke, die vorallem für Pendler/innen und Schüler/innen relevant ist. Von dort bis nach Mariazell die sogenannte Bergstrecke. Der Betriebsbahnhof Laubenbachmühle wurde errichtet, um Dampfloks vor den Zug zu spannen bzw. die Loks mit Wasser zu versrogen. Der Wasserkran steht heute bei der Ausfahrt aus der Station Richtung Mariazell auf der linken Seite.

Winterbach im Winter
Nomen est omen: Winterbach im Winter (Bergstrecke).

Sonderfahrten

Wahlweise Nostalgie oder modern

Sie haben die Wahl: Eine Sonderfahrt ist mit der Himmelstreppe samt Panoramawagen möglich. Für Nostalgiefreunde gibt es auch die klassischen Wagons, bespannt mit Mh6-Dampflok bzw. 1099er-Elektrolok. Nostalgaiefahrten sind Samstag/Sonntag ganzjöhrig. Für Gruppenbuchungen sowie zur Unterstützung Ihrer Planung steht Ihnen unser Partner Steinschaler Naturhotels zur Verfügung.

Dampflok Mh6
Dampflok Mh6: M für Mariazellerbhan, h für Heißdampf und 6 für "6. Stück" (von insgesamt 6).

Erlebniszug Ötscherbär

Es gab insgesamt 15 Garnituren mit 1099er-Loks, die 1099-007 wurde auf Ötscherbär getauft.

Ein beliebter Erlebniszug auf der Mariazellerbahn-Strecke, der auf Ausflüge und Familien ausgerichtet ist. Spielwaggons, Buffetwagen mit regionalen Schmankerl sowie im Sommer auch ein Aussichts- und Fahrradwaggon werden ebenfalls geboten. 

Erlebniszug Ötscherbär
Foto: © NB / Kainz

Betriebszentrum

Das moderne Herz der Bahn in der Laubenbachmühle

Der zentrale Knotenpunkt der Bahn. Bistro, Remise, Werkstatt, Schulungszentrum und Betriebsführungszentrale unter einem Dach. Eignet sich auch wunderbar als Ausflugsziel, da neben der Gastro auch zahlreiche Einblicke in die Eisenbahn-Welt geboten werden.

Damals: Da das Lok-Vorspannen für die Bergstrecke über 10 Minuten in Anspruch nahm, wurde damals parallel dazu Verpflegung und Getränke am Bahnhof angeboten. Heute schließt sich dieser Kreis mit dem modernen „Bistro“ im Bahnhof.

Betriebszentrum Laubenbachmühle