Kulturlandschaft

Zur Kulturlandschaft zählt alles, was durch Bewirtschaftung über die Jahr hinweg die Landschaft des Pielachtals geprägt hat.

Die Kulturlandschaft des Dirndltals ist kleinstrukturiert (keine großen Monokulturflächen) und hat damit einen besonderen Reiz. Letztlich auch eine hohe Biodiversität. Der ORF hat uns im Rahmen der Sendung „Universum“ deshalb als „Garten der Voralpen“ bezeichnet.

Die heimische Kulturlandschaft ist ca. 1.000 Jahre alt aber nach wie vor sehr gut gepflegt. Hier muss man auch der Bauernschaft ein Lob aussprechen, denn diese pflegen die Landschaft nach wie vor gewissenhaft.

Feld in Tradigist
"Landschaftsmalerei" in Tradigist

"Bilderbuchlandschaft vs. Lesen in der Landschaft"

Eine Landschaft ist mehr als eine ansprechende Kulisse für Wanderungen und Erholung. Während eine „Bilderbuchlandschaft“ vor allem visuell wirkt, erschließt sich der wahre Wert des Dirndltals erst durch das gezielte „Lesen in der Landschaft“.

Wer die Struktur und der Entsteheung versteht, sieht nicht nur Wiesen und Gehölze, sondern erkennt eine historisch gewachsene, kleinstrukturierte Kulturlandschaft und wie sie gepflegt und somit erhalten wird. Das Dirndltal – geographisch das obere Pielachtal – ist durch eine jahrhundertelange, naturnahe Bewirtschaftung geprägt.

Details dazu: hier im Blog-Beitrag Bilderbuchlandschaft vs. Lesen in der Landschaft

Bilderbuchlandschaft:
Passive Kulisse genießen

Beschreibt die rein ästhetische, oft konsumorientierte Wahrnehmung der Natur (Postkartenmotiv). Der Betrachter sieht schöne Hügel, blühende Sträucher, Bäche und Obstbäume oder auch grüne Wiesen, ohne die ökologischen, historischen und landwirtschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen.

Lesen in der Landschaft:
Aktives Beobachten (und Verstehen)

Ist das Verständnis für die Entstehung, Pflege und biologische Vielfalt einer Kulturlandschaft. Wer die Landschaft „lesen“ kann, erkennt an bestimmten Zeigerpflanzen, Gehölzen und Geländeformen, wie Mensch und Natur über Jahrhunderte zusammengewirkt haben.