Mariazellerbahn
Die Hauptverkehrsader und ein Wahrzeichen der Region ist die historische Mariazellerbahn (heute für den topmodernen Triebwagen „Himmelstreppe“ bekannt). Eine Schmalspurbahn, die von St. Pölten durch das gesamte Tal bis nach Mariazell führt.
Die Erlebnisbahn mit reichhaltiger Geschichte
Entdecken Sie die Mariazellerbahn im Dirndltal: Von der historischen Schmalspurbahn zur modernen Himmelstreppe. Ihre nachhaltige „Wanderbahn“ von St. Pölten bis Mariazell. Vom sanften Hügelland in die wilde Ötscher-Region Was diese historische Schmalspurbahn so einzigartig macht, ist ihre landschaftliche Vielfalt.
Stellenwert der Bahn
Die Schmalspurbahn ist die Elektro-Mobilitätsachse des Tals! Die jährlich steigenden Fahrgastzahlen bestätigen die Wichtigkeit der Bahn.
Die Mariazellerbahn hat einen sehr hohen Stellenwert. Sie ist die wichtige Elektromobilitäts-Achse des Tales. Diese Bahn verbindet die Region mit der Landeshauptstadt St. Pölten sowie mit Mariazell.

Die Wanderbahn
Warum wird die Mariazellerbahn immer wieder als "Wanderbahn" bezeichnet?
Durch die Erschließung des Tales bis in den Naturpark Ötscher-Tormäuer gibt es zahlreiche Wanderwege, die direkt von den Bahnhöfen ausgehen. Einer dieser Wege wird als „Bahnwanderweg“ bezeichnet. Auch ist die Mariazellerbahn ganz wichtig für Wanderungen im Naturpark.

Vom Tal zu den Ötschergräben – Routenempfehlung:
Eine bewährte Wanderroute samt Anreise mit der Mariazellerbahn ist beispielsweise diese:
- Anreise mit dem Zug nach Erlaufklause
- Wanderung durch die malerische Ötscherschlucht
- Bis nach Wienerbruck gehen
- Von dort aus bequem retour mit der Bahn
Doch auch im Rahmen der Talstrecke gibt es tolle Möglichkeiten in den Orten des Pielachtals – jeweils direkt vom jeweiligen Bahnhof erreichbar. Hier nur einige beliebte Destinationen zum Wandern:
- Rabenstein: Burgruine, Greenhorn Hill oder 2-Täler-Blick
- Kirchberg/P.: Von familienfreundlich bis anspruchsvoll
- Frankenfels: Eibeck-Alm, Nixhöhle und mehr
Historisches
Die Mariazellerbahn ist die älteste elektrische Schmalspurbahn der Welt. Seit 1911/12 fährt sie mit Strom – ursprünglich aus den Ötschergräben.
Der Vorläufer der Mariazellerbahn, die Pielachtalbahn, wurde bereits 1898 festlich eröffnet. Das Festessen war im heutigen GH zur Post in Kirchberg. Einige sonstige Meilensteine:
- 1905/1906: Aufnahe des Fahrbetriebs zunächst bis Laubenbachmühle, dann bis Mariazell.
- 1922: Übernahme durch die ÖBB von den NÖLB.
- 1959: Modernisierung der Garnituren, die dann noch bis 2013 im Einsatz waren.
- 2011: Spatenstich für das neue Betriebszentrum Laubenbachmühle.
- seit 2013: sukzessive Modernisierung der Infrastruktur entlang der Bahnstrecke
Jahrzehntelang liefterte das Kraftwerk Stierwaschboden die elektrische Energie für den Bahnbetrieb. Die einphasige Wechselspannung von 6,5 kV und 25 Hz ist bis heute eine Besonderheit. Mittlerweile speist dieses Kraftwerk in das Netz der EVN ein und die Bahn hat einige Entnahmepunkte entlang der Strecke (z.B. Klangen).

Berg- und Talstrecke
Die beiden Streckenabschnitte der Mariazellerbahn.
Von St. Pölten bis zum Betriebsbhf. Laubenbachmühle geht die Talstrecke, die vorallem für Pendler/innen und Schüler/innen relevant ist. Von dort bis nach Mariazell die sogenannte Bergstrecke. Der Betriebsbahnhof Laubenbachmühle wurde errichtet, um Dampfloks vor den Zug zu spannen bzw. die Loks mit Wasser zu versrogen. Der Wasserkran steht heute bei der Ausfahrt aus der Station Richtung Mariazelle auf der linken Seite.

Sonderfahrten
Wahlweise Nostalgie oder modern
Sie haben die Wahl: Eine Sonderfahrt ist mit der Himmelstreppe samt Panoramawagen möglich. Für Nostalgiefreunde gibt es auch die klassischen Wagons, bespannt mit Mh6-Dampflok bzw. 1099er-Elektrolok. Nostalgaiefahrten sind Samstag/Sonntag ganzjöhrig. Für Gruppenbuchungen steht unser Partner Steinschaler Naturhotels zur Verfügung.

Erlebniszug Ötscherbär
Es gab insgesamt 15 Garnituren mit 1099er-Loks, die 1099-007 wurde auf Ötscherbär getauft.
Ein beliebter Erlebniszug auf der Mariazellerbahn-Strecke, der auf Ausflüge und Familien ausgerichtet ist. Spielwaggons, Buffetwagen mit regionalen Schmankerl sowie im Sommer auch ein Aussichts- und Fahrradwaggon werden ebenfalls geboten.

Betriebszentrum
Das moderne Herz der Bahn in der Laubenbachmühle
Der zentrale Knotenpunkt der Bahn. Bistro, Remise, Werkstatt, Schulungszentrum und Betriebsführungszentrale unter einem Dach. Eignet sich auch wunderbar als Ausflugsziel, da neben der Gastro auch zahlreiche Einblicke in die Eisenbahn-Welt geboten werden.
Damals: Da das Lok-Vorspannen für die Bergstrecke über 10 Minuten in Anspruch nahm, wurde damals parallel dazu Verpflegung und Getränke am Bahnhof angeboten. Heute schließt sich dieser Kreis mit dem modernen „Bistro“ im Bahnhof.

FAQ Mariazellerbahn

Wodurch wurde im Herbst 2025 die Mariazellerbahn so bekannt?
Sie war der Sieger in der renommierten TV-Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“.
Wie lang ist die gesamte Strecke der Mariazellerbahn von St. Pölten bis Mariazell?
Die Strecke ist 84 Kilometer lang.
Welche Sehenswürdigkeiten kann man bei einem Zwischenstopp erleben?
Die Steinschaler Naturgärten (Station Steinschal-Tradigist), die Nixhöhle (Station Frankenfels), der moderne Betriebsbahnhof Laubenbachmühle (mit Bistro) und der Besuch bei Styx Naturkosmetik in Ober-Grafendorf sind an der Talstrecke erwähnenswert.
Ansonsten gibt es natürlich auch an der Bergstrecke viele Highlights. Der Naturpark Ötscher-Tormäuer (Einstieg über die Station Wienerbruck), die Gemeindealpe Mitterbach und der Wallfahrtsort Mariazell selbst. Er ist der Ausgangsweg für den Traisentalradweg.
Was bietet eine Unterbrechung der Fahrt in der Station Steinschal?
Sie können den sehenswerten Steinschaler Naturgarten mit dem Biberpfad besichtigen. Der Steinschalerhof hat außerdem ein Restaurant, bitte um Anmeldung via steinschaler.at.
Hat die Mariazellerbahn die Kapazität, Gruppen über 100 Personen zu befördern?
Ja, mit entsprechender Vorreservierung ist die Beförderung von Gruppen bis 200 Personen möglich.
Brauchen Hunde in der Mariazellerbahn einen Maulkorb?
Ja, in der Mariazellerbahn gilt Maulkorbpflicht für Hunde und sie brauchen ein eigenes Ticket, dürfen aber jederzeit mitfahren.
War die Mariazellerbahn früher länger?
Ja, die Bahn ging bis Gusswerk. Zudem wurde der Seitenast Ober-Grafendorf – Gresten (via Wieselburg) später umgespurt oder eingestellt.
Was ist das Besondere der Streckenführung auf der Bergstrecke?
Die Trasse ist mit großer Umsicht geplant worden. Sie überwindet beträchtliche Höhenunterschiede. Eine technische Meisterleistung waren die drei Serpentinen und der Gösingtunnel.
Was sind die Besonderheiten des Gösing-Tunnels?
Der Gösingtunnel (ca. 2.400 Meter) wurde in nur einem Jahr und 200 Tagen in einer technischen Meisterleistung gebaut. Er ist der Scheiteltunnel und im Tunnel befindet sich der höchste Punkt der Bergstrecke.
Was war beim Bau des Gösingtunnels das Besondere?
Er wurde ohne Tunnelbohrmaschinen mit viel Handarbeit ausgeführt. Erwähnenswert ist die Genauigkeit, mit der die beiden Tunnelröhren aus Nord und Süd zusammentrafen. Zur Zeit des Tunnelbaus gab es noch keine Lasermessungen. Trotzdem gelang es, die beiden Röhren mit einer Genaugkeit von 6cm zu treffen.
Warum erreicht die „Himmelstreppe“ gerade im Gösingtunnel ihre Höchstgeschwindigkeit der gesamten Strecke?
Weil die Strecke im Gösingtunnel gerade verläuft, kann hier die Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h erreicht werden.
Hat der Gösingtunnel nach der Errichtung zu den längeren Tunnels innerhalb Österreichs gehört?
Ja, nach seiner Fertigstellung war der Gösingtunnel der längste Tunnel Österreichs.
Wer hatte die technische Leitung beim Bau der Mariazellerbahn gehabt?
Die Ingenieure Josef Fogowitz und Eduard Engelmann jun. (bekannt durch die Eislaufbahn im 17. Wiener Gemeindebezirk).
Gibt es ein Denkmal für die beiden Techniker?
Ja, es befindet sich vor der Basilika in Mariazell, auf dem Zwischenplateau vor den Stufen (rechter Hand), mit einem unscheinbaren Schild und einer Lokachse davor.
Wer ist der Betreiber der Mariazellerbahn?
Die NÖVOG (Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft).
Was ist der Zinkenblick?
Der Zinkenblick ist ein malerischer Blick in die Zinkenschlucht, einen Teil des Flusslaufes der Erlauf, der bequem von der Mariazellerbahn aus genossen werden kann.
Bietet der Zwischenstopp in Kirchberg am Wochenende die Möglichkeit, das Modell der Mariazellerbahn zu besichtigen?
Ja, zu den Öffnungszeiten am Wochenende. Die Besichtigung ist eine lohnenswerte Unterbrechung der Fahrt.
Gibt es spezielle Themenzüge oder Nostalgiefahrten oder Dampfzüge?
Ja, es gibt regelmäßig Nostalgiefahrten und Themenzüge: Samstags und sonntags Sonderfahrten nach Mariazell (Vormittag) und retour (Nachmittag), teils mit der Weltrekord-Lok 1099. Jeden ersten Sonntag im Monat findet eine Dampffahrt statt. Die häufigste Lok ist dabei die 1099-007, der Ötscherbär.
Kann die Nostalgie-Tram zum Erlaufsee in Mariazell mit der Mariazellerbahn kombiniert werden?
Ja, die Nostalgie-Tram der Fam. Fleissner fährt zum Erlaufsee und vom Bhf. Mariazell Richtung Basilika. Im Sommer gibt es am Wochenende einen Anschluss zur Schifffahrt auf dem Erlaufsee.