Dirndln
Diese rote Halbwildfrucht mit ihrer Produktvielfalt gehört zur Region wie keine Zweite: die Dirndl!
Der Wärme liebende Dirndlstrauch bevölkert die Südhänge des Pielachtales und ist ein prägendes Element der vielfältigen und lebendigen Kulturlandschaft des Tales.
Die Dirndl - mehr als nur schön
"Kornelkirsche" oder "Gelber Hartriegel" wird er in botanischen Bestimmungsbüchern genannt, aber darüber hinaus schenkt ihm die Öffentlichkeit wenig Beachtung.
Die Pielachtaler jedoch, die ihn liebevoll "Dirndlstaudn" nennen, kennen ihn besser. Hier hat die Nutzung der Dirndln jahrhundertelange Tradition. Wenn man aufmerksam durchs Tal geht, sieht man oft sehr alte "Dirndlbäume". Die Pielachtaler Bauern und Bäuerinnen pflegen und erhalten sie seit vielen Generationen. Eine Dirndlstaude wird nicht gefällt, sie genießt im Dirndltal eine hohe Wertschätzung.
Im Frühjahr sind die kleinen, intensiv gelb gefärbten Blüten eine der ersten Nektarquellen für blütenbesuchende Insekten. Die länglich ovalen Früchte färben sich ab Mitte August je nach Sorte - korallenrot bis fast schwarz. Sie sind sehr reich an Vitamin C und schmecken saftig-säuerlich.
So vielfältig wie die natürlichen Sorten sind auch die Nutzungsmöglichkeiten. Dirndln werden zu Marmeladen, Saft und Wein, Oliven, vor allem aber zu hervorragenden Likören und Edelbränden verarbeitet.
Die Pielachtaler Edelbrandgemeinschaft hat die Dirndl zu ihrem besonderen Liebling erklärt. Ihr ist es gelungen, dass der "Original Pielachtaler Dirndlbrand" österreichweit als geschützte Marke gilt. Auch der Pielachtaler Dirndllikör bürgt für Spitzenqualität und wurde bereits mit dem Golden Stamperl ausgezeichnet.






